Florian ist aufgewachsen auf einem Bauernhof. Umgeben von Pferden, entdeckte er früh seine Faszination für diese majestätischen Tiere. Inspiriert von seiner reitbegeisterten Mutter, entwickelte er das Nahrungsergänzungmittel - Pferdegold. Seine tiefe Verbundenheit zur Natur und die leidenschaftliche Hingabe zu Pferden trieben ihn an, sein Unternehmen zu gründen.
Stell Dir vor, ein winziges Element könnte das Wohlbefinden Deines Pferdes maßgeblich beeinflussen: Selen.
Obwohl es nur in verhältnismäßig kleinen Mengen benötigt wird, ist Selen für Pferde ein unschätzbar wertvoller Bestandteil ihrer Ernährung. In Deutschland, wo der Selengehalt in Böden oft gering ist, stellt sich für viele Pferdehalter schnell die Frage: Wie viel Selen braucht mein Pferd?
In diesem Artikel beleuchten wir die vielfältigen Funktionen von Selen bei Pferden, erkunden die Symptome eines Mangels sowie einer Überdosierung und bieten Dir wertvolle Tipps zur optimalen Selen-Supplementierung und Futterauswahl.
Entdecke mit uns gemeinsam, warum Selen Pferde in Topform halten kann!

Warum Selen für Dein Pferd wichtig ist
Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das der Pferdekörper nicht selbst herstellen kann – die Versorgung läuft komplett über das Futter. Wirkungs-Schwerpunkte (FMVO-konform): Schutz der Zellen vor oxidativem Stress, normale Funktion des Immunsystems, Beteiligung am Muskel- und Schilddrüsenstoffwechsel.
Einordnung: Viele deutsche Böden sind selenarm, sodass Heu und Gras den Bedarf oft nicht decken.
Dauerhaft zu wenig Selen kann zu Muskelschwäche und anderen Gesundheitsproblemen führen, während eine Überdosierung ebenfalls negative Auswirkungen haben kann, wie Haarausfall und Hufprobleme.
Eine bedarfsgerechte Selenzufuhr ist daher essentiell für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit Deines Pferdes.
Wie viel Selen braucht ein Pferd? Bedarf & Dosierung
Der tägliche Selenbedarf ist ein wichtiger Faktor für die Leistungsfähigkeit deines Pferdes.
Laut Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) liegt der Erhaltungsbedarf eines 600-kg-Pferdes bei rund 1,2 mg Selen pro Tag; bei Sport, Zucht und Wachstum steigt er auf bis zu 1,8 mg. Dieselbe Empfehlung lässt sich auch über das Futter ausdrücken: 0,1 bis 0,2 mg Selen je Kilogramm Trockenfutter. Da ein 600-kg-Pferd etwa 11 kg Trockenmasse am Tag frisst, entspricht das einer empfohlenen Zufuhr von 1,1 bis 2,2 mg täglich. Beide Rechenwege führen zum selben Bereich.
Einen Teil davon liefert das Raufutter – je nach Region aber deutlich zu wenig, weil die Böden in Deutschland selenarm sind. Heu von solchen Standorten bringt oft nur 0,3 bis 1 mg pro Tag. Viele Pferde erreichen die empfohlene Menge über das Grundfutter allein also nicht, und eine gezielte Ergänzung wird sinnvoll.
Außerdem kann der Selenbedarf bei der Fütterung von ungesättigten Fettsäuren, wie beispielsweise in Leinöl, steigen. Bei der Supplementierung von Selen ist es wichtig, auf die Form und Menge des zugeführten Selens zu achten.

Zwei Selenquellen in einem Pellet – für eine sofortige und langanhaltende Versorgung.
Pferdegold Selen – Pellets mit zwei Selenquellen →Natriumselenit oder Selenhefe? Die Selenformen
| Selenform | Bindung | Eigenschaft | Einsatz |
|---|---|---|---|
| Selenhefe | organisch (an Aminosäuren) | gut im Gewebe speicherbar, kontinuierliche Freisetzung | nachhaltige Versorgung |
| Natriumselenit | anorganisch | schnell verfügbar, etabliert | rasche Versorgung |
Organisch gebundenes Selen (Selenhefe) wird gut im Gewebe gespeichert und langsam freigesetzt, Natriumselenit wirkt rasch. Eine Kombination verbindet beides – genau das macht die Dual-Selen-Formel von Pferdegold (30 mg Natriumselenit + 20 mg Selenhefe je kg). Weil organisch gebundenes Selen stärker im Gewebe verbleibt, zählt bei der Sicherheit immer die Gesamt-Selen-Bilanz aus allen Quellen, nicht die Form allein.
Organisch gebundenes Selen (Selenhefe) wird gut im Gewebe gespeichert und langsam freigesetzt, Natriumselenit wirkt rasch. Eine Kombination verbindet beides – genau das macht die Dual-Selen-Formel von Pferdegold (30 mg Natriumselenit + 20 mg Selenhefe je kg). Weil organisch gebundenes Selen stärker im Gewebe verbleibt, zählt bei der Sicherheit immer die Gesamt-Selen-Bilanz aus allen Quellen, nicht die Form allein.Selenmangel beim Pferd: Symptome erkennen
Typische, meist unspezifische Anzeichen für einen Selenmangel:
- Müdigkeit und Leistungsschwäche
- feste oder schmerzhafte Muskulatur, Steifheit (besonders an der Hinterhand)
- erhöhte Infektanfälligkeit, langsame Wundheilung
- brüchige Hufe, stumpfes Fell, schuppige Haut
- bei Fohlen: Muskelschwäche, im Extremfall die Weißmuskelkrankheit (siehe H2 #8)
Wichtig: Diese Symptome ähneln teils einem Selenüberschuss – deshalb sollte vor einer Gabe ein Blutbild gemacht werden. Selen wird dabei meist über die Glutathionperoxidase (GSH-Px) oder im Serum bestimmt.
Bei einem Verdacht auf Selenmangel solltest Du immer einen Tierarzt oder eine Tierärztin zurate ziehen, um eine angemessene Behandlung sicherzustellen.

Weißmuskelkrankheit bei Fohlen
Die Weißmuskelkrankheit (nutritive Muskeldystrophie) ist eine ernsthafte, durch Selenmangel ausgelöste Erkrankung, die vor allem neugeborene Fohlen betrifft, wenn sie im Mutterleib unzureichend mit Selen versorgt wurden. Typische Anzeichen sind Muskelschwäche, Schwierigkeiten beim Saugen und Stehen, Schluckbeschwerden und gelegentlich bräunlich verfärbter Urin. Die Behandlung gehört in tierärztliche Hand. Für trächtige und laktierende Stuten ist deshalb eine bedarfsgerechte, abgestimmte Selenversorgung besonders wichtig – immer in Rücksprache mit dem Tierarzt.
Wie zuverlässig ist ein Blutbild bei der Diagnose von Selenmangel im Pferd?
Wenn Du wissen möchtest, ob Dein Pferd genug Selen bekommt, ist ein Blutbild ein guter Anfang. Die Selenwerte im Blut sollten normalerweise zwischen 70 und 200 µg/l liegen.
Liegen sie darunter, könnte dies auf einen Selenmangel hinweisen. Aber Vorsicht: Blutwerte zeigen nicht immer das ganze Bild. Daher gibt es Diskussionen über die Zuverlässigkeit dieser Werte, da Blut nur als Transportmedium für Nährstoffe fungiert und der Selenwert im Blut eine Momentaufnahme darstellt. Rund 40 % des Selens wird in der Muskulatur gespeichert, was bedeutet, dass die Blutwerte nicht unbedingt den tatsächlichen Selenstatus des Pferdes widerspiegeln.
Neben dem Blutbild ist es klug, auch das Futter Deines Pferdes zu analysieren und seinen allgemeinen Gesundheitszustand zu betrachten.
Manchmal wird auch die Enzymaktivität im Blut gemessen, um ein noch genaueres Bild zu bekommen. Für eine korrekte Diagnose und Behandlung eines vermuteten Selenmangels ist es wichtig, die individuellen Bedürfnisse jedes Pferdes zu berücksichtigen und gegebenenfalls einen Tierarzt oder eine Tierärztin zur Beratung hinzuzuziehen.
Um festzustellen, ob Dein Pferd ausreichend mit Selen versorgt wird, ist die Analyse der Futterration entscheidend. Berücksichtige dabei Faktoren wie Körpergewicht, Arbeitsleistung und Alter Deines Pferdes. Ein 600 kg schweres Pferd benötigt täglich etwa 1,2 bis 1,8 mg Selen.
Da Heu und Gras oft nicht genug Selen enthalten, besonders in Europa, kann eine zusätzliche Selenquelle erforderlich sein. Eine Futtermittelanalyse gibt Aufschluss über den Selen-Gehalt im Futter und hilft Dir, den Bedarf Deines Pferdes genau zu bestimmen.

Selen und Vitamin E – das Zusammenspiel
Selen und Vitamin E arbeiten beim Zellschutz zusammen: Beide schützen die Zellen vor oxidativem Stress, an unterschiedlichen Stellen, weshalb sie oft gemeinsam betrachtet werden. Wichtig für die Praxis: Ein Vitamin-E-Mangel kann die Blutwerte verfälschen und einen Selenüberschuss vortäuschen, obwohl in Wirklichkeit Vitamin E fehlt. Pferdegold Selen ist ein Mono-Präparat – behalte die Vitamin-E-Versorgung über Ration oder Mineralfutter im Blick.
Kann Selen beim Pferd überdosiert werden? (Selenose)
Ja – und das ist der entscheidende Unterschied zu vielen anderen Spurenelementen. Eine dauerhafte Aufnahme von mehr als rund 2 mg Selen je kg Futtertrockenmasse kann eine chronische Selenvergiftung (Selenose, „Alkali-Krankheit“) auslösen: Symptome sind unter anderem Haarausfall an Mähne und Schweif, ringförmige Einschnürungen bis zum Ausschuhen der Hufe, Lahmheit und Abmagerung. Akute Überdosierungen sind selten, aber lebensgefährlich. Deshalb: Selenmengen aus allen Quellen zusammenrechnen, nicht mehrere Selenquellen unkontrolliert kombinieren, im Zweifel Blutbild und Tierarzt.
Die Behandlung einer Selenvergiftung beim Pferd erfordert fachkundige tierärztliche Hilfe.
Wie lange solltest Du Selen füttern? Kur oder dauerhaft
Das hängt vom Ausgangswert ab. Bei nachgewiesenem Mangel füllt sich der Speicher nicht über Nacht – sinnvoll ist eine begleitete Gabe über mehrere Wochen mit Kontroll-Blutbild, nicht eine kurze, hohe Stoßkur (die bei Selen riskant wäre). In dauerhaft selenarmen Regionen kann eine niedrige Erhaltungsgabe sinnvoll sein, immer mit Blick auf die Gesamt-Bilanz. Selen gehört zu den Spurenelementen, bei denen „mehr“ nicht „besser“ heißt.

Zwei Selenquellen in einem Pellet – für eine sofortige und langanhaltende Versorgung.
Für die Selen-Versorgung: Pferdegold Selen ansehen →Deutschland als Selenmangelgebiet
In Deutschland ist Selenmangel bei Pferden weit verbreitet, vor allem wegen der Bodenbeschaffenheit. Viele Böden sind selenarm, besonders in sandigen, moorigen und durch Granitverwitterung geprägten Gebieten. Es gibt ein Nord-Süd-Gefälle: Je weiter südlich, desto selenärmer werden die Böden tendenziell. Intensive Landwirtschaft, Auswaschung und Versäuerung verstärken den Effekt. Selenarme Böden bedeuten selenarmes Heu und Gras – weshalb eine gezielte Ergänzung in vielen Regionen sinnvoll ist.
Wann eine Selen-Ergänzung sinnvoll ist
- in nachweislich selenarmen Regionen
- bei im Blutbild bestätigtem Mangel
- bei Muskelthemen, Leistungsschwäche oder Infektanfälligkeit (nach Abklärung)
- bei erhöhtem Bedarf durch Sport, Zucht und Wachstum
Nicht sinnvoll ist eine pauschale Gabe „auf Verdacht“ ohne Blutbild, wegen des Überdosierungs-Risikos.
Häufige Fragen zu Selen beim Pferd
Woran erkenne ich Selenmangel beim Pferd?
An unspezifischen Zeichen wie Müdigkeit, fester Muskulatur, Infektanfälligkeit, brüchigen Hufen. Sicherheit gibt nur ein Blutbild.
Wie viel Selen braucht ein Pferd pro Tag?
Rund 1,2 mg (600 kg, Erhaltung) nach GfE, bei Belastung bis etwa 1,8 mg.
Kann man Selen überdosieren?
Ja, Selenose ab dauerhaft mehr als 2 mg/kg Futtertrockenmasse. Gesamtmengen aus allen Quellen zusammenrechnen.
Welche Selenform ist besser, organisch oder anorganisch?
Beide haben Vorteile; eine Kombination verbindet schnelle und speicherbare Versorgung.
Brauchen trächtige oder laktierende Stuten mehr Selen?
Ja, der Bedarf ist erhöht – wichtig auch für die Fohlengesundheit (Weißmuskelkrankheit). Mit dem Tierarzt abstimmen.
Sollte ich vor dem Zufüttern ein Blutbild machen?
Ja – gerade weil Mangel und Überschuss ähnliche Symptome haben.
Wichtig:
Pferdegold ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und sollen dazu beitragen, das Wohlbefinden deines Pferdes zu steigern.
Pferdegold Produkte behandeln und heilen keine Krankheiten, sondern unterstützen dein Pferd dabei, ernährungsbedingte Mangelerscheinungen durch gezielte Nährstoffzufuhr auszugleichen. Sie stellen jedoch keinen Ersatz für eine professionelle Beratung durch einen Tierarzt oder Spezialisten dar.
Bei gesundheitlichen Problemen deines Pferdes empfehlen wir dringend, einen Tierarzt zu konsultieren. Pferdegold übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage der hier bereitgestellten Informationen getroffen werden.














